Um die Lüftung in Schulräumen zu optimieren und damit den Corona-Infektionsschutz zu verbessern, setzen die Hansestadt Warburg und die Orgelstadt Borgentreich CO2-Messungen über LoRaWAN ein, eine von der aov IT.Services GmbH zusammen mit der Stadtwerke Warburg GmbH entwickelten Lösung.

Laut dem Robert Koch Institut erfolgt der Hauptübertragungsweg für Covid-19 Infektionen über Aerosole. Die Übertragung des Virus in nicht ausreichend belüfteten Innenräumen, in denen viele Personen zusammenkommen, ist nachweislich höher als im Freien.

Gerade vor dem Hintergrund der steigenden Corona-Fallzahlen an Schulen bekommt dieses Thema eine neue Brisanz. Hier, wo Schülerinnen und Schüler gemeinsam viele Stunden in den Klassenzimmern verbringen, muss sichergestellt sein, dass regelmäßig und effektiv gelüftet wird. In der Praxis und besonders in der kalten Jahreszeit stellt sich die Frage, wie eine effiziente Lüftung sichergestellt werden kann.

Die Hansestadt Warburg hat sich dazu entschieden, flächendeckend in den Schulen intelligente CO2-Ampeln zu installieren, weil die CO2-Konzentration parallel zu der Aerosol-Konzentration verläuft. Raumsensoren messen laufend die CO2-Konzentration, neben Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit. Die Messwerte werden per Funk (LoRaWAN der Stadtwerke) an einen Server übertragen, automatisiert verdichtet und auf einer Webseite benutzerfreundlich visualisiert. Jedem Lehrer werden die Werte auf seinem mobilen Endgerät dargestellt, bei Überschreitung eines kritischen CO2-Wertes wird eine optische und akustische Warnmeldung erzeugt.

Tobias Scherf, Bürgermeister der Hansestadt: „Effektive und effiziente Maßnahmen für einen Infektionsschutz in unsere Schulen haben für uns eine sehr hohe Priorität, gleichzeitig eröffnet uns die Technik neue Möglichkeiten zur Energieeinsparung, für den uns ebenfalls wichtigen Klimaschutz.“

Smart Building und Smart City

Perspektivisch ist geplant, dass die Sensoren auch für das Gebäudemanagement genutzt werden, z. B. zur Ergänzung von Alarmanlagen und insbesondere zur Energieeinsparung. Durch Messung der Temperatur, auch außerhalb der Unterrichtszeiten, kann die Heizungssteuerung optimiert, Kosten und Energie eingespart und aktiv zum Klimaschutz beigetragen werden.

Die technische Umsetzung der CO2-Ampeln haben die Stadtwerke Warburg GmbH in wenigen Wochen zusammen mit der aov IT.Services GmbH entwickelt und realisiert. Mit dem nordrheinwestfälischen IT-Dienstleister, einer Kooperationsgesellschaft von 21 Stadtwerken, haben die Stadtwerke Warburg langjährige Erfahrungen und viele IT-Projekte erfolgreich umgesetzt. Der aktuelle Projektrahmen umfasste sowohl die Beschaffung der Hardware, als auch die Entwicklung und Bereitstellung der Plattformdienste, Netzwerkserver und Application-Services.

LoRaWAN für das Internet der Dinge

Leander Sasse, Geschäftsführer der Stadtwerke Warburg: „Wir freuen uns, mit der CO2-Messung in den Schulen eine weitere IoT-Anwendung (internet of things) über unser LoRaWAN umsetzen zu können und einen Beitrag zum Infektionsschutz leisten zu können.“ Grundsätzlich soll das LoRaWAN der Stadtwerke auch von Privatpersonen und Unternehmen genutzt werden können, zum Beispiel zur Erfassung von Zählerständen, die bislang ein Hausmeister regelmäßig ablesen muss oder zur Erfassung von Umweltdaten etc. Viele manuelle Prozesse können durch die günstige LoRaWAN Hardware digitalisiert werden, „wir sind neugierig und offen für weitere IoT-Anwendungen“ so der Geschäftsführer.

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